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Turnkrimi in Bühl endet mit erstem Unentschieden in der Vereinsgeschichte

11.11.2017

Turnkrimi in Bühl endet mit erstem Unentschieden in der Vereinsgeschichte

Einen echten Turnkrimi erlebten die Zuschauer in der Bühler Großsporthalle im Duell mit dem TSV Monheim, das in der Historie des Bühler Turnens das erste Unentschieden mit 37:37 Scorpunkten erbrachte. Nach der ersten Enttäuschung, den Sieg hauchdünn verpasst zu haben, bleibt der TVB-Riege vor dem letzten Wettkampftag weiterhin der geteilte dritte Platz mit dem nach Siegen und Gerätepunkten exakt gleichwertigen TSV Monheim II.

In einem Herzschlagfinale kam es genau so wie es die Experten im Vorfeld vermutet hatten, denn der heimische TVB war nach dem Sprung mit zehn Punkten Vorsprung in die letzten beiden Geräte gegangen. Ab da verkürzte das beste Barrenteam der Liga Schritt für Schritt den Rückstand und egalisierte mit der letzten Kür am Königsgerät den Punktestand. "Natürlich sind wir erst einmal enttäuscht gewesen, als die vier Punkte Vorsprung im letzten Duell nicht zum Sieg gereicht haben, aber mit Blick auf die Vorgeschichte müssen wir einfach zufrieden sein", so das Resümee von Trainer Gerd Lugauer. So waren die Monheimer Bundesligareserve ohne ihre ausländische Verstärkung angereist und hatte zudem noch einen Turner als Ersatzmann für das Abstiegsduell in der ersten Liga abstellen müssen. Auf der anderen Seite mussten die Zwetschgenstädter zwei angeschlagene Turner sowie drei verletzungsbedingte Totalausfälle kompensieren.

Nicht nur angesichts dieser Ausgangslage darf der Wettkampf in der Bühler Sporthalle als große Werbung für den Turnsport im Allgemeinen und im Besonderen für das Scoresystem der Deutschen Turnliga betrachtet werden, denn das an Spannung nicht zu überbietende Duell zog weit mehr als nur den gewieften Turnexperten in seinen Bann. Neben sportlichen Höchstleistungen wie der Bodenkür des Norwegischen Nationalturners Odin Kalvo (mit 13,7 Punkten Tageshöchstnote) sah das Bühler Publikum auch wie sich Neulinge in der dritten Bundesliga wie Nick Hofmann inzwischen an ihren Paradegeräten in der Liga etabliert haben. Daneben zeigte sich die Riege aus der Zwetschgenstadt wieder sehr kämpferisch, denn mindestens 30% der Übungen waren in dieser Form vor Saisonbeginn nicht geplant, teilweise sogar für völlig abwegig gehalten worden.

In Summe hatten sich beide Teams sehr stabil präsentiert -aber nicht völlig fehlerfrei - so dass sich in jeder Mannschaft im Nachhinein eine Kleinigkeit finden lässt, die den Sieg eingebracht hätte. Daneben fehlte der TVB Truppe vielleicht auch das berühmte Quäntchen Glück. Allein in der zweiten Hälfte fiel in drei Duellen die Entscheidung zwischen drei oder vier Scorepunkten (relevant bei einem Unterschied von mehr als einen Punkt) wegen fünf Hundertstel Punkten zu Gunsten der Gäste aus. Trotz der leichten Ernüchterung will das Team beim Saisonabschluss in Grötzingen in der nächsten Woche um den dritten Platz in der Abschlusstabelle kämpfen.

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