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Spitzen-Derby in der Bühler Großsporthalle

08.11.2018

Spitzen-Derby in der Bühler Großsporthalle

Am Samstag um 16 Uhr steht in der Bühler Großsporthalle das Derby zwischen dem TV Bühl und der TG Hanauerland in der dritten Bundesliga auf dem Programm. Emotional ist diese Begegnung traditionell das Saisonhighlight im mittelbadischen Kunstturnen, aber in diesem Jahr ist es gleichzeitig die Spitzenbegegnung zwischen dem aktuellen Tabellenführer gegen den punktgleichen Drittplatzierten der Liga.

Die dritte Bundesliga Süd ist in diesem Jahr so ausgeglichen wie noch nie. Tagesform, Personalfragen oder auch Verletzungssorgen haben dafür gesorgt, dass vom ersten bis zum letzten Platz jeder jeden schlagen kann bzw. konnte. Bühl und Hanauerland sind beide sehr gut in die Saison gestartet und haben jeweils drei Siege verzeichnen können. Bei den Gästen aus dem Hanauerland, angeführt von einem exzellenten französischen Turner aus dem erweiterten Kreis der Nationalmannschaft, sah alles nach einem souveränen Durchmarsch Richtung zweite Liga aus. Inzwischen schlagen sich die Turner der TG aber mit erheblichen Verletzungsproblemen herum und der zuletzt eingesetzte englische Gastturner konnte seinem französischen Pendant nicht annähernd das Wasser reichen. Zusammen mit ungewohnten Unsicherheiten und erstarkten Gegnern gab es zuletzt zwei unerwartete Niederlagen.

Das ziemlich umgekehrte Bild herrscht dagegen beim TV Bühl. "Wir können sehr gut mit den Jungs aus dem Hanauerland mitfühlen, denn letztes Jahr hatten wir eine nie dagewesene Verletzungsmisere", vergleicht Teammanger Jan Lugauer die Situation der Gäste mit der eigenen Erfahrung. Im diesem Jahr war die TVB-Riege mit einem kleinen Kader mit bescheidenen Zielen in die Saison gestartet. Die drei Bühler Siege in Folge kamen daher ziemlich überraschend, wobei man sehr genau weiß, dass man davon profitierte, dass die Konkurrenten jeweils gegen die Zwetschgenstädter sich nicht gerade in Bestform präsentierten. Die Bühler Mannschaft zeigte sich dabei recht konstant, bestes Beispiel ist dabei Felix Pfaffenhausen, der bei seinen vier Sechskämpfen eine Bandbreite von nur fünf Zehntel Punkte hatte. "Mehr Konstanz geht nicht", freut sich Trainer Gerd Lugauer, der guter Dinge ist, dass sein Team auch im Derby eine konstante Leistung bringen wird. Nur Stabilität reicht aber nicht, wie man zuletzt bei der klaren Niederlage in Monheim sehen konnte.

Entsprechend sieht er die Gäste auch in der Favoritenrolle. "Hanauerland hat es grundsätzlich selbst in der Hand, denn sie haben schon erheblich mehr Punkte geturnt als wir. Ich bin gespannt, mit welcher Aufstellung sie antreten", fiebert Gerd Lugauer dem Mittelbaden-Duell entgegen. Rational betrachtet, macht man sich im Bühler Lager nicht allzu große Hoffnungen, die Tabellenspitze verteidigen zu können, doch insgeheim gibt es natürlich dennoch ein paar Rechenübungen. In den letzten Jahren hatte immer Hanauerland das Derby gewonnen, in der eigenen Halle meist souveräner als in der Bühler Arena. Spannender und brisanter als in diesem Jahr war die Ausgangslage vor dem Derby zuletzt aber selten. (ott)

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